Was passiert mit Schulden, wenn Sie sterben?

Schulden verschwinden nicht, wenn Sie sterben – sie gehen aber auch nicht automatisch auf Ihre Familie über. Was tatsächlich passiert, hängt davon ab, wo Sie leben, um welche Art von Schulden es sich handelt und auf wessen Namen sie laufen. Eines gilt überall: Es läuft deutlich besser, wenn Ihre Familie weiß, was existiert. Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen – und welche Aufzeichnungen Sie hinterlassen sollten.

Wohin Schulden gehen, wenn Sie nicht mehr da sind

In den meisten Ländern werden Schulden aus dem Nachlass beglichen – was Sie besaßen, bezahlt, was Sie schuldeten, und was übrig bleibt, geht an Ihre Erben. Familienmitglieder erben Schulden im Allgemeinen nicht allein durch Verwandtschaft; sie haften, wenn sie mitunterschrieben haben, ein Gemeinschaftskonto führten oder dort leben, wo das Recht anders funktioniert. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land erheblich – verstehen Sie dies also als Orientierung, nicht als Rechtsberatung.

Die praktischen Probleme sind dagegen überall dieselben. Gläubiger melden sich mit Forderungen, von denen Ihre Familie nie gehört hat und die sie kaum prüfen kann. Darlehen zwischen Freunden und Verwandten – oft die größten Schulden überhaupt – existieren nur als Gespräche. Und Geld, das Ihnen zusteht, verschwindet still, weil niemand wusste, dass man danach fragen müsste.

Die zwei Listen, die Ihre Familie braucht

  • Was Sie schulden

    Bankkredite, Kreditkarten und Hypotheken hinterlassen Papierspuren – ein privates Darlehen von einem Freund, eine offene Rechnung oder eine formlose geschäftliche Abmachung existiert dagegen womöglich nirgends außer in Ihrem Gedächtnis.

  • Was Ihnen geschuldet wird

    Geld, das Sie verliehen haben, Kautionen, die Sie hinterlegt haben, Arbeit, die Sie in Rechnung gestellt haben, Ihr Anteil an einer privaten Spargruppe. Ohne Aufzeichnung kann Ihre Familie nicht einmal wissen, dass es existiert – geschweige denn es einfordern.

Wie ein nützlicher Eintrag aussieht

  • Betrag und Währung

    Notieren Sie die genaue Summe samt Währung und aktualisieren Sie sie, wenn sie sich ändert – eine veraltete Zahl stiftet mehr Streit als gar keine.

  • Wer auf der anderen Seite steht

    Der vollständige Name der Person und wie man sie erreicht. Ein Vorname, den Ihre Familie nicht zuordnen kann, hilft niemandem.

  • Die Geschichte dahinter

    Wann es vereinbart wurde, was bereits zurückgezahlt ist, ob etwas schriftlich festgehalten wurde. Zwei Sätze Kontext können klären, was sonst zum Streitfall würde.

  • Wo die Unterlagen liegen

    Wenn ein Vertrag, eine Quittung oder ein Nachrichtenverlauf die Abmachung belegt, schreiben Sie dazu, wo er zu finden ist.

Heute privat, später eindeutig

Eine Liste Ihrer Schulden ist gleich doppelt sensibel: Zu Lebzeiten legt sie Ihre Finanzen offen, und danach muss Ihre Familie darauf vertrauen können, dass sie wirklich von Ihnen stammt und wirklich aktuell ist. Ein Zettel in der Schublade besteht keinen der beiden Tests.

Die Nachrichtenboxen von PostMortem enthalten Schuldeneinträge, die genau dafür gemacht sind. Jeder Eintrag erfasst Betrag und Währung, die Richtung – Geld, das Sie schulden, oder Geld, das Ihnen geschuldet wird –, Name und Kontaktdaten der anderen Person sowie Ihre Notizen. Wie alles in einer Box werden die Einträge auf Ihrem Gerät verschlüsselt, sind für niemanden lesbar – auch nicht für PostMortem – und werden nur dann für Ihre gewählten Empfänger freigegeben, wenn Sie sich nicht mehr melden.

Hinterlassen Sie Klarheit statt Verwirrung

Halten Sie fest, was Sie schulden und was Ihnen geschuldet wird – in einer verschlüsselten Nachrichtenbox, die Ihre Familie erst erhält, wenn sie sie braucht.

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