Digitale Nachlassplanung, verständlich erklärt
Ihr digitaler Nachlass ist alles, was Sie online hinterlassen: Konten, Fotos, Nachrichten, Abos, Dokumente und Geld. Ohne Plan geht das meiste davon verloren oder bleibt nach Ihrem Tod unzugänglich. Digitale Nachlassplanung ist die einfache, praktische Arbeit, zu entscheiden, was damit geschehen soll – und dafür zu sorgen, dass die richtigen Menschen Ihre Wünsche auch tatsächlich umsetzen können.
Was passiert mit Ihren Konten, wenn Sie sterben?
Standardmäßig nicht viel – und genau das ist das Problem. Die meisten Online-Dienste sperren Konten, sobald sie den Inhaber nicht mehr verifizieren können. Manche Plattformen bieten einen Gedenkzustand oder Nachlasskontakte an, doch die Regelungen unterscheiden sich stark, und Familien verbringen regelmäßig Monate damit, ihr Recht auf Zugriff auf Fotos, Guthaben oder auch nur ein einfaches E-Mail-Konto nachzuweisen.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung macht es noch schwieriger: Ohne Zugriff auf Ihr Telefon oder Ihren Passwort-Manager kommt Ihre Familie selbst mit einem Gerichtsbeschluss unter Umständen nicht in die entscheidenden Konten. Der einzige verlässliche Weg, Zugang weiterzugeben, ist, ihn selbst vorzubereiten – und zwar rechtzeitig.
Fünf Schritte zur Planung Ihres digitalen Nachlasses
1. Bestandsaufnahme machen
Listen Sie die Konten und Werte auf, die zählen: E-Mail, Banking, Fotos, soziale Medien, Abos, Domains, Krypto. Sie werden überrascht sein, wie lang die Liste wird.
2. Entscheiden, wer was bekommt
Verschiedene Menschen brauchen Verschiedenes. Ihr Partner benötigt vielleicht Zugriff auf die Finanzen, ein Geschwisterteil kümmert sich um Ihre Social-Media-Konten, ein Freund übernimmt ein Projekt.
3. Die praktischen Details festhalten
Wo Dokumente liegen, was gekündigt werden muss, wer informiert werden soll. Klare Anweisungen ersparen Ihrer Familie wochenlanges Rätselraten – zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.
4. Die persönlichen Nachrichten schreiben
Ein digitaler Nachlass ist mehr als Logistik. Briefe an die Menschen, die Sie lieben, sind oft das Wertvollste, was Sie hinterlassen können.
5. Aktuell halten – und sicher aufbewahren
Passwörter ändern sich und Konten kommen und gehen – Ihr Plan muss sich also leicht aktualisieren lassen. Er enthält zudem Ihre sensibelsten Informationen und muss deshalb verschlüsselt sein – kein Zettel in der Schublade und kein ungeschütztes Dokument in der Cloud.
Welche Rolle ein Totmannschalter dabei spielt
Der schwierigste Teil der digitalen Nachlassplanung ist die Zustellung: Ihr Plan muss zu Lebzeiten vollständig privat bleiben und dennoch zuverlässig die richtigen Menschen erreichen, wenn Sie nicht mehr da sind. Alles schon jetzt zu teilen ist ein Sicherheitsrisiko; nichts zu teilen bedeutet, dass Ihr Plan womöglich nie gefunden wird.
Ein Totmannschalter löst genau dieses Problem. Sie bewahren Ihren Nachlassplan in verschlüsselten Nachrichtenboxen auf, bestätigen mit regelmäßigen Check-ins, dass alles in Ordnung ist, und die Zustellung erfolgt nur, wenn Sie sich nicht mehr melden. Kein Anwalt, keine geteilten Passwörter, kein Hoffen darauf, dass jemand den richtigen Ordner findet.
Wie PostMortem Ihnen hilft
PostMortem gibt Ihnen einen privaten Ort für Ihren gesamten digitalen Nachlassplan. Erstellen Sie eine Nachrichtenbox pro Person, fügen Sie Ihre Briefe, Anweisungen und Dateien hinzu und teilen Sie den Zugangsschlüssel jedes Empfängers vorab mit ihm. Alles ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt – niemand, auch nicht PostMortem, kann es zu Ihren Lebzeiten lesen.
Wenn Sie nicht mehr auf die Check-ins reagieren, erhält jeder Empfänger genau das, was Sie für ihn vorbereitet haben – und nicht mehr.
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